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PET/CT "Discovery ST" von GE
4D-PET/CT-Bildgebung:
Im ungetriggerten konventionellen PET/CT (oben) ist der relativ große und stark anreichernde Primärtumor deutlich erkennbar, aber erst im 4D-Atem-getriggerten PET/CT (unten) stellt sich die kleine Läsion oberhalb dar.
 
[Praxisausstattung]

Das von uns verwendete Gerät, Discovery ST von der Firma General Electrics, ist das bisher einzige in Deutschland von weltweit 200 seit 2003 installierten Geräten neuester Generation. Die Firma GE ist mit diesen Verkaufszahlen der Weltmarktführer. Das Gerät hat Vorteile, die nur Insider erkennen können: Neben einer komfortablen Tunnelgröße von 70 cm wie bei einem Standard CT-Gerät hat es nur eine Tunnellänge von 100 cm und ist damit derzeit das kompakteste Gerät. Wir haben eine ebene Kohlefaserplatte als Auflage für Strahlentherapiepatienten zur Verfügung, eine notwendige Voraussetzung für Nutzung der Anlage zur Bestrahlungsplanung. Da es das empfindlichste Gerät überhaupt ist, ermöglicht es des Weiteren einen 2D-Modus-Aufnahmemodus. Dieser führt zu besonders kontrastreichen Bildern indem gestreute Photonen durch interne Lammellen aus der Nutzstrahlung herausgefiltert werden. Eine für die Strahlentherapie sehr interssante Möglichkeit ist auch die Untersuchung in einem 4D-Modus (Atemgating). Hierbei können einzelne Bildsequenzen der Atemphase, in welcher sie aufgenommen wurden, zugeordnet werden und so z. B. die durch die Atmung verursachte Bewegung eines Tumors wie in einem Film dargestellt werden. Wir verfügen über das einzige mit dieser Eigenschaft ausgestattete Gerät in Deutschland. In Europa gibt es derzeit nur noch vier weitere Institute mit den gleichen technischen Möglichkeiten.

4D-PET/CT - Atemtriggerung

Durch die Atmung bewegen sich interne Strukturen bis zu 3cm in allen Richtungen. Diese komplexe Bewegung lässt Tumoren bei statischen Akquisitionen verwischen und reduziert damit ihren Kontrast zum umgebenden Gewebe. Der Kontrast kleiner, wenig speichernder Tumore kann so unter die Erkennbarkeitsgrenze „verschmiert“ werden. Die atem-getriggerte Akquisition erfasst die Bewegung und bewahrt den Tumor-zu-Untergrund-Kontrast.

Die atem-getriggerte PET/CT-Akquisition verbessert die Detektierbarkeit kleiner Läsionen im Thorax beträchtlich. Zusätzlich zu dieser zuverlässigen Diagnostik kann der Tumor genauer abgegrenzt und dessen SUV (Standard Uptake Value) präziser bestimmt werden. Für die Strahlentherapie ergibt sich durch eine präzisere Definition des zu bestrahlenden Gebietes die Option, eine intensitätsmodulierte Dosisverteilung so zu gestalten, dass eine höhere Wirksamkeit durch mehr Dosis im Target und weniger Dosis im gesunden Gewebe erreicht wird.

PET/CT und Strahlentherapie

PET/CT bietet ein hervorragendes Hilfsmittel zur Festlegung des Zielvolumens für eine geplante Strahlentherapie. Entsprechende Studien zeigen, dass die Zielgebiete häufig zu groß gewählt werden in einigen Fällen aber auch wesentlich zu klein. Eine PET/CT gibt dem Strahlentherapeuten ein wesentliches Hilfsmittel an die Hand sich, neben strategischen Überlegungen, auch auf besonders gefährdete (aktive) Regionen zu konzentrieren und z.B. eine differenzierte Dosiseskalation herbeizuführen.

PET/CT und virtuelle Simulation


Unter virtueller Simulation versteht man die Einstellung eines Bestrahlungsfeldes direkt am Computertomographen anhand von CT-Bildern und daraus rekonstruierter digitaler Radiographien. Diese Prozedur kürzt den konventionellen Simulationsprozess nicht ab, ist aber präziser.
Die einzelnen Schritte einer virtuellen Simulation können wie folgt beschrieben werden: Zunächst wird eine CT in einer Körperhaltung angefertigt, die der späteren Bestrahlungsposition entspricht. Dann erfolgt anhand der CT-Bilder eine Computerplanung mit den wesentlichen Schritten einer Zielvolumendefinition und eine erfahrungsbasierten Strahlenfeldgestaltung. Das Resultat ist ein Satz von Strahlenfeldern mit einem gemeinsamen Isozentrum.
Bei einer weiteren CT-Untersuchung wird dann das geplante Isozentrum aufgesucht und dann mit Hilfe eines externen Lasersystems auf der Haut markiert. Hierauf wird der Patient dann bei der eigentlichen Bestrahlung gelagert.

PET/CT und virtuelle Simulation und Atemgating

Ziel all dieser Bemühungen sind aber nicht nur scharfe Bilder bei beweglichen Organen, sondern auch eine „scharfe“ Strahlung auf bewegliche Ziele. Konsequenterweise haben wir deshalb auch unsere Therapieanlagen mit einem Atemgatingsystem ausgerüstet und zu Kontrollzwecken auch den konventionellen Therapiesimulator. Es ist so möglich, dass während eines Atemzyklus nur in einer bestimmten Phase die Strahlung ausgelöst wird, während in einer Atemphase mit besonderer Mobilität des Zieles keine Bestrahlung erfolgt.

PET/CT und virtuelle Simulation, inverse intensitätsmodulierte Planung und Atemgating


Dieser Ansatz vereinigt in einem für den Patienten einzigen wahrnehmbaren Schritt alles was bisher gesagt wurde. Als erster Schritt erfolgt wieder die PET/CT-Untersuchung, dann erfolgt sofort die Markierung des voraussichtlichen Zielvolumens. Damit sind die Diagnostik und die Simulation für den Pat. abgeschlossen. Im Hintergrund erfolgt dann die Planung und Ausrichtung der Strahlenfelder auf den bereits zuvor festgelegten Zielpunkt. Die Dosisverteilung und Feldanordnung wird dann von einer Software erstellt, die zusätzlich eine dynamische Steuerung der Lammellenbewegung eines Multileaf-Kollimators bewirkt. All dies führt zu einer bisher unerreichten Präzision und Dosisanpassung an die Topographie des Zielgebietes.

Wir haben unseres Wissens als bisher einzige in der Bundesrepublik all diese Komponenten unter einem Dach vereint und verfolgen ab Januar 2005 intensiv die Umsetzung in die tägliche Routine.

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Letzte Aktualisierung: 23.05.06
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