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(Abb. 1)
Positronenmessung:
Beim Positronenzerfall entstehen zwei
diametrale 511 keV-Gammaquanten.
Die Lokalisation erfolgt durch gegen- überliegende in Koinzidenz
geschal-
tete Detektoren. |
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(Abb. 2)
Functional & Molecular Imaging
Rüdiger Standke, August 2004 |
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(Abb. 3)
Blick auf den PET-Ring vor dem Zusammenbau mit dem CT
(im Hintergrund der geöffnete
CT-Teil) |
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[Technologie]
Grundlagen der PET
Die Positronenemissionstomographie (PET/CT) in Kombination mit der
Computertomographie (CT) hat sich in den letzten Jahren zu einer der
wichtigsten bildgebenden diagnostischen Methoden in der Medizin entwickelt.
Ihre Anwendungsgebiete liegen in der hochempfindlichen Diagnostik
bei Krebserkrankungen, bei bestimmten neurologischen Störungen
und bei Erkrankungen des Herzens. Gegenwärtig ist sie die effektivste
Suchmethode bei Verdacht auf ein Tumorrezidiv, bei vielen soliden
Tumorarten und Lymphomen. Rezidive können mehrere Monate früher
entdeckt werden als bei herkömmlichen Verfahren. PET/CT ist ebenfalls
die effektivste Methode, den Verlauf und das Ansprechen nach einer
Chemo- und/ oder Strahlentherapie zu kontrollieren. Entsprechende
Studien zeigen, dass die PET/CT dabei signifikante diagnostische Vorteile
gegenüber anderen bildgebenden Verfahren wie alleinige Computer-
(CT) oder Kernspintomographie (MRI) oder anderen nuklearmedizinischen
Verfahren hat.
Alle radioaktiven Nuklide, die sich für die PET eignen, sind
Positronen-Emitter. Sie werden künstlich erzeugt indem Ionen,
die in einem Zyklotron-Beschleuniger auf hohe Bewegungsenergie (5-20
MeV) gebracht wurden auf eine chemische Zelle geleitet werden, in
der Reaktionen mit den Atomkernen eines Zielstoffes stattfinden. Das
nutzbare Nuklid zerfällt nach kurzer Zeit wieder in der Hauptsache
durch einen Beta+ -Zerfall unter Aussendung eines Positrons und eines
Neutrinos. Das Positron wiederum wird in der Materie innerhalb einer
kurzen Pfadlänge (0,9 - 3,3 mm) bis auf thermische Energien abgebremst
und vereint sich dann mit seinem Antiteilchen, einem normalen Elektron
zu einem Positronium-Atom. Dieses Gebilde hat nur eine sehr kurze
Lebensdauer von 10-10 s. Beim Zerfall wird die Ruheenergie von 2*511
keV auf zwei Gammaquanten übertragen, die um 180 Grad gegeneinander
versetzt ihren Entstehungsort verlassen. Diese beiden Gammaquanten
entstehen also gleichzeitig und bewegen sich auf einer Linie genau
entgegengesetzt. Dies sind die beiden Eigenschaften, die in einem
PET/CT-Scanner genutzt werden, um den Entstehungsort des Ereignisses
zu bestimmen. Aufgrund der relativ langen Halbwertzeit von 110 min
ist Fluor-18 das PET-Nuklid mit der größten praktischen
Bedeutung. Dieses Nuklid wird chemisch in verschiedene Tracer eingebettet,
z.B. in einen Zucker, der von allen Zellen des Körpers zur Energiegewinnung
verstoffwechselt wird. Kranke Gewebe unterscheiden sich in ihrer Nutzung
des Tracers häufig erheblich von den Normalgeweben. Das Prinzip
der PET-Diagnostik beruht auf der bildlichen Darstellung dieses Unterschieds
und seiner klinischen Wertung. Geräte-Technik
Ein PET-Scanner besteht aus einem Detektorring, der den Patienten
umgibt. Die einzelnen Detektoreinheiten bestehen aus kleinen Einzelkristallen,
die mit Miniaturphotomultipliern verklebt sind. Die Gammaquanten werden
in den Kristallen gebremst. Die dabei hinter-lassene Energie führt
zu Lichtblitzen im Kristall, die von den Photomultipliern verstärkt
werden und dann in der nachgeschalteten Elektronik örtlich und
zeitlich aufgelöst werden. Ereignisse, die gleichzeitig auftreten,
werden dabei ausgewertet. PET/CT
Ein PET/CT-Scanner besteht aus zwei Geräteeinheiten, einem Positronentomographen
und einem Computertomographen, die in einem gemeinsamen Gehäuse
integriert sind und einen gemeinsamen Patiententisch haben.
Der PET-Teil (Positronenemissionstomographie) erzeugt dabei schichtweise
Bilder von Stoffwechselvorgängen im Körper. Bei der überwiegenden
Anzahl aller Untersuchungen wird dabei das Nuklid F-18 eingesetzt,
das chemisch an ein Zuckerderivat angekoppelt ist (2-[18-F]-fluoro-2-deoxy-D-glucose).
Dieses Radiopharmazeutikum, abgekürzt als 18-FDG bezeichnet,
wird in der Regel eine Stunde vor der Untersuchung intravenös
injiziert. 18-FDG reichert sich in Körperzellen mit erhöhtem
Zuckerstoffwechsel an (z.B. in Tumoren). Physiologisch erfolgt dies
auch in Hirn, Herz und der Muskulatur. 18-FDG hat keine bekannten
Nebenwirkungen. Da das Positron zunächst seinen Entstehungsort
verlässt, ist prinzipiell dieser nicht mehr genau durch den nachfolgenden
Prozess, die Auslöschung, zu lokalisieren. Des Weiteren nehmen
die einzelnen Organstrukturen die verschiedenen Tracer unabhängig
von der Gewebsdichte auf. Letztere stellt aber eine der grundlegenden
Eigenschaften einer bildlichen Vorstellung der Organe und Strukturen
des Körpers dar. Aus diesem Grund zeigen PET -Bilder nur eine
schlechte anatomische Darstellung der Körperstrukturen; sie zeigen
eben im Wesentlichen deren Funktion bezüglich des verwendeten
Tracers.
Der CT-Teil (Computer-Tomographie) ermöglicht die Gewinnung von
anatomischen Querschnittsbildern des Körpers. Hierzu wird eine
Röntgenröhre kontinuierlich um den Patienten bewegt. Dabei
werden Röntgenstrahlen von außen durch den Körper
des Patienten gesendet. Gegenüber der Röhre befindet sich
ein Detektorsystem, welches das Absorptionsprofil der Strahlung misst.
Aus diesen Profilen können Querschnittsbilder mit hoher anatomischer
Detailschärfe (Dichteunterschieden) berechnet werden. Zusätzlich
dient die CT-Messung dazu, eine Schwächungskorrektur der PET-
Messung durchzuführen und beschleunigt so ganz wesentlich die
PET/CT-Untersuchung gegenüber herkömmlichen PET-Scannern
und Koinzidenzkameras. Eine PET-Untersuchung mit einem PET/CT-Gerät
dauert daher nur noch 20-30 Minuten. Fusion
Die Untersuchung erfolgt in einem Gerät, das beide Teile integriert
enthält. Das bedeutet, dass die CT und die PET/CT kurz nacheinander
auf der gleichen Patientenunterlage in der gleichen Körperhaltung
durchgeführt wird. Nach der Untersuchung kann so automatisch
eine Zuordnung der Stoffwechselbilder zu den anatomischen Informationen
des CT erfolgen (Fusion). Die Darstellung erfolgt dann in einem gemeinsamen
Bild, ähnlich wie bei einer Wetterkarte: |
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| PET |
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Wetter |
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| CT |
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Karte |
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| PET/CT |
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Wetterkarte |
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Hierdurch werden die Informationen aus zwei unterschiedlichen
Untersuchungsmethoden in einer einzigen bildgebenden Untersuchung
kombiniert. Die Bilder sind unmittelbar nach entsprechender Aufbereitung
der Untersuchung durch den Facharzt für jeden anderen Arzt und
auch für Patienten verständlich. Das Untersuchungsergebnis
wird so transparent und kann häufig als Grundlage für die
Festlegung der weiteren Schritte in der Behandlung genutzt werden.
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